Konzept für den Freizeit- und Touristikverkehr

Schienengebundener Personenverkehr für Freizeit und Tourismus - Definition einer Wortschöpfung des Aktionsbündnisses pro TWE .

Unter Schienengebundenem Personenverkehr für Freizeit und Tourismus, kurz SPFT, versteht man einen bedarfsorientierten Personenverkehr, der auf die Gewohnheiten von Fahrgästen zugeschnitten ist, die in Ihrer Freizeit einen Ausflug unternehmen wollen. Es ist ein Angebot für die Anwohner einer Eisenbahnstrecke, aber auch eines für Touristen, die Ihren Urlaub in einem der Orte an der Strecke verbringen. Er findet zu Anlässen statt, bei denen mit erhöhtem Freizeitverkehrsaufkommen zu rechnen ist, wie z.B. Stadtfeste, Volksfeste, Kirmes. Der SPFT kommt im Regelfall ohne Zuschüsse aus, im Gegensatz zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Er finanziert sich aus Fahrgeldeinnahmen, Spenden und Sponsorengeldern und trägt sich so eigenwirtschaftlich. Der SPFT unterstützt den Erhalt von Eisenbahninfrastruktur und dient auf Güterverkehr spezialisierten Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen als Imageträger. Die Streckenführung der Teutoburger Wald-Eisenbahn eignet sich hervorragend für einen SPFT. Sie verbindet bedeutende Industriestandorte wie Ibbenbüren, Lengerich, Versmold, Harsewinkel, Gütersloh und innovative Dienstleistungsstandorte mit touristischer Ausrichtung wie Tecklenburg, Lienen, Bad Iburg, Bad Laer, Verl oder Hövelhof. Für die Einwohner der Anliegerkommunen dient der SPFT als wertvolle Ergänzung Ihrer Freizeitaktivitäten. Für die Anliegergemeinden mit einer starken touristischen Ausrichtung dient er als Touristenattraktion sowohl für Übernachtungsgäste als auch für Tagesbesucher. Das Angebot ist familienfreundlich gestaltet und bevorzugt nostalgische Züge, da von ihnen eine besondere Anziehungskraft ausgeht. Für die TWE-Strecke hat sich ein Fahrplan mit 4 Zugpaaren im Dreistundentakt als attraktiv, fahrbar und wirtschaftlich herausgestellt (bei marktüblichen Trassenpreisen). Durch die zurzeit gesperrten Streckenabschnitte ist jedoch nur ein modifizierter Vierstundentakt mit 3 Zugpaaren möglich. Hierbei müssen die Streckensperrungen mit Schienenersatzverkehr umfahren werden. Leider verhindern die aktuellen Trassenpreise von fast 20 € pro Kilometer auch diese Lösung ohne Sponsorenhilfe.